Mein Traum ist im Iran verboten

Noushin bei einem Auftritt. Foto:

Noushin hat in Deutschland ein neues Zuhause gefunden und sich ihren Traum als Musikerin zu arbeiten erfüllt. Im Iran wurde es ihr von ihrer Familie und später von ihrem Ehemann verboten ein Musikinstrument zu lernen, zu singen oder gar zu tanzen. Als sie nach Hamburg kam hatte sie endlich die Freiheit sich ihrer Leidenschaft zu widmen und gründete gemeinsam mit zwei weiteren Musikern das Projekt MusicUnited, das Menschen aus unterschiedlichen Sprach-und Kulturkreisen zusammenbringt.

Von Noushin Rahroahmadi

Eine verbotene Liebe

Mein Name ist Noushin und ich komme aus dem Iran. Ich bin in einer religiösen Familie aufgewachsen.  Bereits als Kind in der Schule, bemerkte ich mein Talemt zum Singen und beteiligte mich in einer Hymnengruppe. Als ich 13 Jahre alt war, liebte ich die Musik und wollte lernen Klavier zu spielen.

Daher bat ich meine Familie darum Klavierunterricht zu nehmen, die jedoch leider nicht zustimmte. Damals hatte ich auch großes Interesse zu tanzen aber das war nicht möglich. Mit meiner Tante fing ich dann endlich heimlich in einem Zimmer mit dem Tanzen an. Ich habe alles heimlich weitergemacht, bis ich meinem Mann geheiratet habe. Ich habe mit ihm über die Musik gesprochen und er hat mir erlaubt,  mit einer Musikband zu arbeiten. Aber als meine Familie davon erfuhr, hat mein Mann mir das verboten. Danach fingen die Probleme und Konflikte in meinem Leben an. Damals bin ich regelmäßig zur Kirche gegangen und mein Mann hat das am Anfang nicht gewusst. Er hat mich gewarnt, dass er meine Familie darüber informieren würde. Wir hatten sehr viele Probleme und schließlich haben wir uns geschieden. Wir haben ein gemeinsames Kind und mein Mann hatte im Iran das Recht das Kind zu behalten. Ich hatte viel Angst und musste schließlich das Land verlassen.

Ein Traum wird Wirklichkeit

Ich entschied mich, nach Deutschland zu kommen. Als ich nach Hamburg kam, habe ich im Ersteaufnahmecamp im Hörgensweg gwohnt. Eines Tages hat eine Frau (Bieli) mich in das Cafe, Eidelstedt Bürgerhaus mitgenommen.  Dort traf ich zwei Musiker, die Gitarre gespielt haben. Ich habe sie gefragt, ob ich mit ihnen singen könnte. Das war der erste Tag in Deutschland, an dem ich gesungen habe. Später bat das Bürgerhaus um einen Musikkurs für geflüchtete Menschen. Seit 3 Jahren arbeite ich nun mit Bethina und Dumisani im Projekt, Musik-United.

Nun möchte ich das, was ich bereits gelernt habe, unterrichten und es anderen Menschen im Stadtteil beibringen. Ich möchte ein neues Musikprojekt entwickeln. Durch das Projekt möchte ich den Menschen Glück bringen, Spaß an der Musik vermitteln und die Möglichkeit bieten unsere Kulturen und Talente untereinander auszutauschen. Ich bin eine Künstlerin und möchte mein Wissen anderen Menschen beibringen. Ja, das ist mein Traum und hoffe, ich kann ihn erfüllen.

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