Silsi – die scharfe Versuchung aus Eritrea

Silsi. Bild von Eugenia Loginova

Dieses fruchtig-feurige Rezept für Silsi haben wir kürzlich bei einem Kochevent von „Über den Tellerrand Community Hamburg“ kennengelernt! Am 18. Mai 2018 hatten wir schon einmal bildreich mit einem Artikel über unseren ersten Besuch bei der Community berichtet: Das Integrationsprojekt bringt Zugewanderte und Beheimatete über das gemeinsame Kochen zusammen. Wie bei jeder guten Party, beginnt die Unterhaltung in der Küche und anschließend wird das leckere Ergebnis zusammen verputzt. Ein Projekt, das wortwörtlich über den Tellerrand blicken lässt und die Gelegenheit bietet, miteinander ins Gespräch zu kommen.

Dank der Community geht also unser kulinarischer Streifzug heute nach Afrika: Silsi ist eine scharfe Tomatensoße aus Eritrea.

Los geht’s! Diese Zutaten braucht ihr für Silsi:

  • 2 Tassen Olivenöl
  • 10 rote Zwiebeln, klein gehackt
  • 2 EL Berbere, eine scharfe Gewürzpaste
  • 2 Dosen stückige Tomaten
  • 4 Knoblauchzehen, fein gehackt
  • 2 TL Salz
  • Rosmarinzweige
Silsi. Bild von Eugenia Loginova

Und so wird aus den Zutaten Silsi:

Die kleingehackten Zwiebeln in Öl bei niedriger Hitze dünsten und dabei durchgehend rühren. Sie dürfen nicht braun werden. Anschließend die Gewürzpaste Berbere (gibt es in orientalischen oder afrikanischen Lebensmittelläden) dazugeben und gut weiterrühren. Es darf nicht anbrennen. Bei Bedarf etwas Wasser dazugeben. Berbere entfaltet beim Dünsten sein Aroma und verliert etwas von seiner Schärfe, darum mindestens 5-10 Minuten weiter dünsten.

Die Tomaten dazugeben und gut verrühren. Unter ständigem Rühren nochmals ca.10 Minuten kochen. Knoblauchzehen schälen, sehr fein hacken und mit dem Salz vermischen, so entsteht eine sämige Paste. Knoblauch in die Soße geben und noch 10 Minuten köcheln lassen. Für die letzten 3 Minuten ein paar Rosmarinzweige mitkochen lassen und dann herausholen, bevor sie zerfallen.

Diese Soße, die in Eritrea traditionell mit Injera, eine Art Sauerteigfladenbrot aus Teff(Zwerghirse)mehl gegessen wird, passt hervorragend auch zu Fleisch, Pasta und Gemüse.

Übrigens: Wenn ihr Lust bekommen habt, auch mal bei der Koch-Community mitzumachen, könnt ihr euch auf Facebook über die aktuellen Termine auf dem Laufenden halten.

Autorin: Eugenia Loginova

 

 

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