Freiwilligendienst für Geflüchtete – Gemeinsam in Deutschland arbeiten.

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Heute wollen wir euch den BFD vorstellen. Die Abkürzung steht für Bundes-Freiwilligen-Dienst. Hier helfen Menschen in sozialen Einrichtungen mit, wie z.B. Kindergärten, Schulen, Altenpflege sowie Institutionen für Menschen mit Behinderung und natürlich auch Organisationen der Flüchtlingshilfe. Für Einige unter euch könnte der Freiwilligendienst vielleicht interessant sein.

Gemeinsam etwas Gutes tun und Kontakte knüpfen

Soziale Einrichtungen nennen sich Einsatzstellen, wenn sie im Freiwilligendienst mitmachen. Hierbei helfen Menschen freiwillig mit, um anderen etwas Gutes zu tun und damit etwas für das Zusammenleben in der Gesellschaft beizutragen. Es handelt sich demnach um ehrenamtliche Tätigkeiten im Rahmen eines freiwilligen Engagements. Im Unterschied zu einem Arbeits- oder Ausbildungsverhältnis bekommen Freiwillige keinen Lohn, aber dennoch etwas Geld als Dank für ihre Hilfe. In Kursen lernen sie außerdem interessante Dinge für ihre Tätigkeit und ihre Zukunft – auch der Kontakt mit anderen Freiwilligen kann sehr hilfreich sein, um sich auszutauschen und dabei neue Ideen zu bekommen.

Vorteile im Freiwilligendienst

Es gibt eine Reihe von Vorteilen, die so ein Freiwilligendienst mit sich bringen könnte. Man kann z.B.:

  • Tätigkeiten nachgehen, die man interessant findet,
  • sein Wissen und seine Erfahrung erweitern,
  • den Arbeitsalltag in Deutschland kennenlernen,
  • ausprobieren, welche Aufgaben und Tätigkeiten eventuell gut zu einem passen,
  • herausfinden, welcher berufliche Weg nach dem Freiwilligendienst möglich wäre,
  • eigene Projekte planen und durchführen,
  • sich an Bildungstagen mit anderen Freiwilligen beraten,
  • nebenbei einen Sprachkurs machen,
  • Sprachkenntnisse anwenden und trainieren.

Vorraussetzungen zur Teilnahme

Allerdings gibt es, wie immer in Deutschland, Regeln – auch für Freiwilligendienste. 😉
Und so sehen sie aus, wenn ihr Lust habt, als Freiwillige mitzumachen:

  • ihr solltet mindestens 18 Jahre alt sein und in Hamburg wohnen,
  • erste Deutschkenntnisse haben,
  • jede Woche mindestens 20 Stunden Zeit für eine Einsatzstelle aufbringen,
  • eine Aufenhaltserlaubnis oder Aufenthaltsgenehmigung
  • und eine Beschäftigungserlaubnis haben.

Außerdem wichtig zu wissen für euch: Insgesamt würde euer Freiwilligendienst 12 Monate dauern.

Keinen Bundes-Freiwilligen-Dienst für Geflüchtete können leider Asylbewerber/-innen machen, die aus einem sicheren Herkunftsland nach §29a des Asylgesetztes stammen. Dazu gehören: Mitgliedstaaten der Europäischen Union und Albanien, Mazedonien, Bosniesn und Herzegowina, Montenegro, Ghana, Senegal, Kosovo, Serbien.

Hier ein paar organisatorische Details

Es gibt drei Partner im Freiwilligendienst: die Freiwilligen, die Einsatzstelle und den Träger.

Die Einsatzstelle ist die soziale Einrichtung bei der ihr als Freiwillige eine Person haben werdet, die euch die Tätigkeit erklärt und alle Fragen beantwortet. Euer Alltag kann ganz unterschiedlich aussehen. Im Kindergarten gäbe es z.B. Aufgaben in der Verwaltung, Betreuung, Küche oder im Garten. In einer Kleiderkammer (dort werden Kleiderspenden gesammelt) oder Schulen wären euer Aufgaben wieder andere. Die Tätigkeiten in den Einrichtungen sind ganz verschieden – je nachdem, was euch liegt, könnt ihr wählen.

Die Träger sind gemeinnützige Vereine, die dafür arbeiten, dass es den Freiwiiligendienst gibt. Ein Träger ist der AFS Interkulturelle Begegnungen e.V. Er untertsützt und hilft Freiwillige sowie Einsatzstellen. Wenn ihr diesen Deinst macht, wird euch der AFS eine Kontaktperson zur Seite stellen.

Menschen helfen und selbst davon profitieren

Mal abgesehen davon, dass ihr mit eurem Freiwilligendienst der Gesellschaft einen großen Dienst erweist, gibt er auch euch etwas zurück.

Neben dem Austauch mit anderen und der Gelegenheit, eure Sprachkenntnisse zu üben, gibt es Bildungstage. Diese sind tatsächlich auch Pflicht, aber damit sind sie euch auch garantiert:

  • Wenn ihr unter 27 Jahre alt seid, habt ihr 25 Bildungstage in 12 Monaten.
  • Seid ihr unter 27 Jahre alt oder älter habt ihr 13 Bildungstage in 12 Monaten.

In Seminaren lernt ihr u.a. anderem Freiwillige aus anderen Einsatzstellen kennen und bekommt nützliche Einsichten über den Arbeitsalltag, Möglichkeiten und Optionen nach dem Freiwilligendienst.

Und hier die konkreten Vorteile:

Zwar bekommt ihr keinen regulären Arbeitslohn, aber etwas Geld, das als „Taschengeld“ bezeichnet wird. Es beträgt bis zu 200 Euro pro Monat und varriert je nach Einsatz.
Auch sehr gut: Ihr seid als Freiwillige sozial- und haftpflichtversichert. Für euch bedeutet das, dass die Einsatzstelle die Sozialversicherung für euch zahlt, die mit zur Krankenversicherung gehört.
Außerdem bekommt ihr Urlaubstage. Bei 12 Monaten Freiwilligendienst bedeutet das 24 Urlaubstage. Nur während der Seminare und/ oder gesetzlich vorgeschriebenen Integrationsmaßnahmen/ Deutschkursen kann kein Urlaub genommen werden.

So könnt ihr bei Interesse mitmachen

Nehmt Kontakt mit AFS auf, dann werdet ihr zu einem Kennelernen eingeladen. Sagt am besten dazu, was ihr gerne machen würdet, damit die passende Einsatzstelle gefunden werden kann. Ihr bekommt dann einen Vorschlag und es wird ein Probearbeitstag organisiert. Passt die Stelle gut zu euch, kann es direkt losgehen.

Mehr Informationen bekommt ihr hier.

 

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