Frauen in aller Welt brauchen Freiheit – und Freiheit braucht Balance

Foto von Hussam Al Zaher

Wenn wir über Gesellschaft sprechen, dann spielen dabei viele menschliche oder physikalische Grundlagen und Komponenten für unser Verständnis eine Rolle. Eine wichtige Grundlage ist die Frau, die noch immer einen gesellschaftlichen Konflikt erlebt, um zu ihrem Recht zu kommen, obwohl sich das Denken dazu kontinuierlich weiterentwickelt. Dieser Konflikt variiert zwischen den Gemeinschaften: Wir können sagen, dass die Frau in der europäischen Welt einen entwickelten Status erreicht hat. Sie könnte mit der Unterstützung ihrer Gemeinschaft viele von ihren Rechten und Anforderungen bekommen. Sie hat sogar die Männer in vielen Bereichen überholt, sowohl wissenschaftlich, politisch, als auch in mancher Führungsposition. So konnte sie zu ihrer gesellschaftlichen Unabhängigkeit gelangen.

Frauen sind die Hälfte der Gesellschaft – und diese Hälfte muss sich frei entwickeln können

Im Vergleich dazu wird in vielen arabischen Gemeinschaften die Frau noch als eine behinderte, unfähige Person gesehen, die sich nicht entwickeln kann. Das führt dazu, dass man sie unterschätzt und ihr wenig zutraut. Wie gesagt: Die Frauen sind die Hälfte der Gesellschaft. Wenn diese Hälfte von innen zerstört wird – wie kann da eine Gemeinschaft aufgebaut werden? Wie werden die nächsten Generationen gegründet werden? Es fehlt ein Bindeglied, es bleibt eine dominante Angst und Vorsicht.

Wenn wir jetzt die Frauen im Osten anschauen, finden wir sie eingeteilt in drei Gruppen:
Es gibt eine unterdrückte Gruppe ohne das Recht zu träumen, ohne Aufklärung und Wissen. So werden viele schon zu Ehefrauen, wenn sie fast noch ein Kind sind.
Es gibt eine gebildete Gruppe. Hier lernen und studieren die Frauen. Aber ihnen werden dabei gesellschaftliche Grenzen gesetzt, dass sie eine vorherbestimmte Zukunft haben: Abschluss, Arbeit, Heirat, Familie – am Ende auch hier ohne eigene Träume.
Es gibt eine dritte Gruppe, die sich seit kurzem anfängt auszubreiten. Hier studieren die Frauen. Sie können frei denken und ihre Zukunft an dem ausrichten, was sie wirklich wollen.

Freiheit braucht Balance

Die letzte Gruppe beinhaltet das, was alle Frauen überall auf der Welt erlangen wollen. Denn jeder Mensch – egal ob Mann oder Frau – erlangt durch Freiheit mehr Zufriedenheit. Das führt zu mehr Glück und Kreativität. Und diese positive Aura geht auf andere über. Diese Energie breitet sich unter den Menschen aus und wird zu einem Schlüssel, um die Gemeinschaft zu bilden und zu entwickeln.

Andererseits muss jedoch auch gesagt werden, dass extreme Freiheit ohne Bewusstsein oder Verständnis zerstörerisch wirken kann. Ein Beispiel dafür sind viele europäische Frauen, die zwar viel zum Aufbau und zur Entwicklung beigetragen, gleichzeitig aber das Familienleben vernachlässigt haben oder Kinder und Familie als Hindernis auf ihrem Weg zum Erfolg sehen. Daraus kann sich ein großes Problem ergeben, wenn die Geburtenrate in der Bevölkerung stark zurück geht.
Abschließend lässt sich sagen: Balance ist nötig! Freiheit und Gleichheit gelingen nur gemeinsam mit Verständnis und Konzentration auf die gut überlegten Ziele.

Kommentar von Noor Hoda, syrische Studentin in Hamburg.

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