Ich möchte gerne einen Ausbildungsplatz bei Mercedes bekommen. Das wäre mein Traum.

© Eugenia Loginova

Ich bin Ahmad Habar, 20 Jahre alt. In zwei Monaten werde ich schon 21. Ich komme aus Nordsyrien, das ist in der Nähe der Türkei, aus der Stadt Idlib.

Ich habe bis zur 7. Klasse studiert und dann in einer Autowerkstatt gearbeitet und meine ersten Erfahrungen in dem Bereich Elektrik im Auto gesammelt. Später möchte ich KFZ-Mechatroniker werden.

Als ich nach Deutschland kam, war ich für ungefähr acht Monate in einer Unterkunft in Ostenfeld in Schleswig Holstein untergebracht. Wir waren sechs Personen in einem Haus, zu zweit in einem Zimmer. Aber das war nicht das Problem. Es war kalt, Winter, und der Bus fuhr nur selten. Später bin ich nach Husum umgezogen, wo ich in einer WG wohnte und meinen B1 Deutschkurs an der Schule gemacht habe. Ich habe immer noch Kontakt mit den ehemaligen Mitbewohnern, sie leben jetzt in verschiedenen Ländern, in der Schweiz, Spanien, Dänemark und Norwegen.

Wenn ich einen Rat an alle Neuankömmlinge geben könnte: Lernt Deutsch, wenn man die Sprache spricht, hat man Alles! Ich höre jeden Tag Radio und schaue mir die Nachrichten im Fernsehen an, das hilft, die Aussprache zu verbessern. Ich selber muss immer 100 Prozent sicher sein bevor ich ein neues Wort verwende.

Und eine Frage an die Einheimischen: Haben Sie Kontakt mit Geflüchteten? Sie brauchen Ihre Unterstützung zum Üben der Sprache.

Bald fange ich mit einem weiteren Deutschkurs B2 an. Momentan mache ich meinen Führerschein.

Ich liebe Autos, besonderes gut finde ich Mercedes. Ich habe einen Bericht über einen Mann im Internet gesehen. Da reiste ein Deutscher, Gunther Holtorf und seine Frau Christine, sieben Jahren um die Welt in einem alten Mercedes. Das Auto hielt die ganze Reise durch! Nach dem Deutschkurs möchte ich gerne einen Ausbildungsplatz bei Mercedes bekommen. Das wäre mein Traum.

Irgendwann in der Zukunft möchte ich meine eigene Werkstatt eröffnen. Und ein Auto kaufen. Natürlich einen Mercedes!

3 Kommentare

  1. “Und eine Frage an die Einheimischen: Haben Sie Kontakt mit Geflüchteten? Sie brauchen Ihre Unterstützung zum Üben der Sprache.”

    Nein. Außerhalb des Internets und meiner Familie meide ich Gespräche mit jedem und beschränke Kontakte zu Menschen auf das absolut Nötigste.

1 Trackback / Pingback

  1. Wali hat Angst, dass er sein Ausbildungsziel nicht schafft.

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