Eine Frage, unsere Antwort

Das Flüchtling-Magazin hat eine E-mail von einem Rechtsextremen bekommen und hat darauf geantwortet:

Sehr geehrte Herr ………,


wir bedanken uns bei Ihnen für Ihre Nachricht.

 

Sie haben Recht, leider sind wir mit unserer Kultur nach Deutschland gekommen. Wir sind leider von dem Krieg geflohen. Wir wollen hier nicht bleiben, und wir wollen in unsere Länder zurückkehren. Aber jetzt sind wir hier in Deutschland.

 

Wir bedanken uns bei den Deutschen und auch bei Ihnen für den tollen Empfang. Ja, Sie können stolz auf ihr Land sein. Und wir haben jetzt das Glück, die  deutsche Kultur kennenzulernen und die Deutsche Sprache zu lernen. Als nächstes tragen wir diese Kultur in unsere Länder, wenn wir nach Hause zurückfahren werden, als eine Bereicherung unserer eigenen. Und natürlich laden wir Sie herzlich in unsere Länder ein, wenn der Frieden zurückgekommen ist. Waren Sie schon einmal in Syrien? Wir würden sehr gerne Ihnen unser Land zeigen, unsere Kultur und Bräuche, Küche, Natur und Ihnen unsere Gastfreundlichkeit erweisen.

 

Wir möchten gerne mit Ihnen reden, um mehr über die deutsche Kultur und Geschichte zu erfahren, aber das geht ja nur über einen Kontakt. Wir bitten Sie, einmal unser Flüchtling Magazin zu lesen. Dort sind viele Geschichten von und über Menschen, die nach Deutschland gekommen sind, ihre Sorgen, Leiden und Hoffnungen. Sie erzählen über ihr Leben in Syrien, Familienglück in Friedenszeiten, aber leider auch über den Krieg und die Zerstörung.

 

Was wissen Sie über diesen Krieg? Haben Sie oder ihre Verwandten solche Erfahrungen gemacht?  Auch Deutschland hat schwerere Zeiten im Krieg erlebt. Damals sind mehrere Millionen Menschen aus Deutschland in die USA geflohen. Vor, im und nach dem Zweiten Weltkrieg haben insgesamt ca. 60 Millionen Menschen in Europa unfreiwillig ihre Heimatländer verlassen. Auch viele junge Männer in Syrien mussten kämpfen und sterben. Das wollen wir nicht und deswegen sind wir geflüchtet. Wir wollen nur Frieden.


Wir würden uns freuen, wenn wir miteinander reden können.

 

Das Flüchtling Magazin

Kommentar hinterlassen zu "Eine Frage, unsere Antwort"

Hinterlasse einen Kommentar

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*